Inspiration

Schafkopfen - das bayrische Kult-Kartenspiel

An bayrischen Stammtischen wird das schöne Leben groß geschrieben. Kein Wunder also, dass neben deftigen Schmankerln und kühlem Bier auch meist ein Kartendeck auf dem Tisch liegt, um für Spaß und Unterhaltung zu sorgen. Dabei wird traditionell Schafkopfen gespielt - ein geselliger und kurzweiliger Zeitvertreib. Hol dir Inspiration von der Stammtischrunde und lerne mit unserer Einleitung das Kult-Spiel für den nächsten Spieleabend!

Schafkopfen Headerbild
Servus! Kartenspiel

Servus, du Schafkopf!

Schafkopfen ist ein traditionell bayerisches Kartenspiel und gehört bis heute zu den beliebtesten Kartenspielen in Bayern. Es gibt verschiedenen Spielversionen. Die bekannteste ist das Sauspiel. Traditionell wird Schafkopfen mit einem speziellen bayrischen Blatt gespielt, mit ein paar Abwandlungen kann jedoch auch ein normales Poker-Blatt verwendet werden. Unsere Spielanleitung bezieht sich auf das Poker-Blatt, um das Spiel auch ohne bayrisches Blatt spielbar zu machen. 

Für das bayrische Feeling auf einem allgemein einsetzbaren Karten empfehlen wir natürlich unser Servus!-Kartenset im blauweißen Bayern-Design. 

 

 

So geht Schafkopfen (Sauspiel)

 

Man braucht:

Poker-Blatt (mit allen Karten von Ass bis König)

- Genau vier Spieler*innen

 

Ziel:

Das Ziel von Schafkopf (Sauspiel) ist zu zweit mindestens 61 “Augen” zu sammeln

 

Spielablauf:

Alle Spieler*innen bekommen 8 Karten. Die Spieler*innen werden im Uhrzeigersinn, von der Person, die die Karten verteilt hat, aus gefragt, ob sie spielen möchten. Wenn man schlechte Karten hat, sagt man “weiter” und wenn man gute Karten hat “i dad”. Die Person, die zuerst “i dad” sagt, darf das Spiel ansagen. Wenn alle Spieler*innen weiter sagen, wird neu gemischt. Wer das Spiel ansagt, darf ein Ass rufen, indem die Person nach einem Ass fragt, dass sie nicht selbst auf der Hand hat und mindestens ein Symbol davon hat. Die Person, die das gesuchte Ass hat, spielt mit der Person, die das Ass ruft in einem Team. 

 

Jede Spielkarte hat einen Wert (Augen) und eine Stärke. Das Ass ist die stärkste Karte, dann kommt die 10, König, Dame, Bube, 9, 8 und die 7. Die Karten haben aber nicht nur eine Stärke, sondern auch einen Wert, der in Augen angegeben wird. Das Ass hat einen Wert von 11, die 10 einen Wert von 10, der König 4, die Dame 3 und der Bube 2. Beim Sauspiel gibt es Trumpfkarten, die stärker sind als die restlichen Karten. Die Trumpfkarten sind alle Damen, Buben und Herzkarten. Da es vier Damen und vier Buben gibt und diese nicht gleichstark sein können, ist die Reihenfolge unter den Damen und Buben Kreuz, Pik, Herz und Karo. Die stärkste Karte ist also Kreuz Dame.  

 

Nachdem das Spiel angesagt wurde, wird im Uhrzeigersinn gespielt und die Person links von der Person, die die Karten ausgeteilt hat, spielt die erste Karte aus. Wenn man eine Karte mit dem Symbol, das zuerst ausgespielt wurde, besitzt, muss man diese in der Runde ausspielen. Wenn das Symbol mit dem gerufenen Ass ausgespielt wurde, muss die Person das Ass legen, auch wenn sie andere Karten mit dem Symbol besitzt. Ab diesen Zeitpunkt ist bekannt, wer in einem Team spielt. Die Person, die stärkste Karte ausgespielt hat, sammelt alle vier Karten verdeckt vor sich und darf die erste Karte der nächsten Runde ausspielen. Wenn alle Karten ausgespielt wurden, werden die Augen der Karten gezählt. Das Team, das mindestens 62 Augen hat, ist das Gewinnerteam